15 Jahre nah dran – Jugend Aktiv Plus: Wege in die Zukunft

Endlich volljährig! Das heißt für viele junge Menschen: Schule abschließen, ausziehen, in das Berufsleben starten. Diese Lebensphase bietet viele Chancen – und bringt große Herausforderungen mit sich, die zahlreiche junge Menschen nicht allein bewältigen können. Seit nunmehr 15 Jahren unterstützt Jugend Aktiv Plus junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren in schwierigen Lebenslagen – niedrigschwellig und praxisnah.

Das Praktikum war mein Ding. Es war sehr anstrengend, aber da saß ich nicht zu Hause, sondern ich hatte etwas zu tun, ich hatte Verantwortung, und das war so gut.

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Teilnehmende insgesamt bei Jugend Aktiv Plus in 15 Jahren

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nahmen am Qualifizierungs- und Jobangebot teil*

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haben sich beruflich integriert*

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haben sich sozial stabilisiert*

* Bezogen auf die 6.665 Teilnehmende im Coaching (>8 Stunden).

Unterstützungsthemen

  • Berufliche Integration
  • Behördenangelegenheiten
  • Übergang in selbstständige Lebensführung
  • Migrationsbedingte Konfliktlagen
  • Alltagsstruktur
  • Prekäre Wohnsituation
  • Psychische Probleme
  • Schulden
  • Sucht

Jugend Aktiv Plus orientiert sich immer an den persönlichen Bedürfnissen und Zielen.

Die Lebenssituationen vieler Teilnehmender haben sich in den letzten 15 Jahren deutlich verschlechtert: Bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Psychische Belastungen haben sich unter Corona und unter dem Einfluss von Social Media dramatisch verschlechtert. Rund 70 Prozent der Teilnehmenden haben eine Migrationsgeschichte und benötigen oft Unterstützung bei Berufsfindung und gesellschaftlicher Teilhabe. Gleichzeitig werden Integrationsangebote wie Sprach- und Integrationskurse für Menschen mit Fluchthintergrund weiter eingeschränkt.

Jugend Aktiv Plus setzt deshalb von Beginn an auf zwei starke Ansätze zur sozialen Stabilisierung und beruflichen Integration: Die individuelle Betreuung im Rahmen eines Case Managements und der jugendhilfespezifischer Zugang. Das heißt die Betreuung der jungen Erwachsenen orientiert sich dabei immer an ihren persönlichen Bedürfnissen und Zielen.

Besuche bei unseren Trägern

  • Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V. – JobKontor
    24.03.2026, 10–13 Uhr

    Besichtigung Café Eins/Küche, Büro/ Schulprojekt Amandastraße, Schulküche Altonaer Straße
    Rückblick
  • IN VIA Hamburg e.V.
    14.04.2026, 10–12 Uhr

    Film, Jugend Aktiv Plus Vorstellung und Rundgang im Feuervogel
    Rückblick
  • Gangway e.V. und Nordlicht e.V.
    07.05.2026, 10 Uhr
    Dulsberg/Stadtteilrundgang Steilshoop
    Start 10 Uhr bei Gangway e.V., gegen 11.30 Uhr bei Nordlicht e.V.
    Rückblick
  • Internationaler Bund e.V.
    20.05.2026, 14–16 Uhr
    Start bei Jugend Aktiv Plus, kleiner Stadtteilrundrang und Besuch JugiHH
    Anmeldung
  • IN VIA Hamburg e.V. und Werkhaus Münzviertel
    27.05.2026, 14 Uhr
    Stadtteilrundgang St. Georg bis Münzviertel
    Start 14 Uhr bei IN VIA, ab 15.30 Uhr Werkhaus
    Anmeldung
  • Berufsbildungswerk Hamburg gGmbH (BBW)
    22.06.2026, 10–12 Uhr
    Werkstattbesichtigungen
    Anmeldung
  • Streetlife – Verein für Straßensozialarbeit in Hamburg e.V. und Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost
    02.09.2026, 10.30 Uhr
    Spaziergang von Rahlstedt nach Jenfeld Jugend Aktiv Plus, Haus am See, Mittagessen Option in Jenfeld
    Treffpunkt bei Streetlife in Rahlstedt
  • Gangway e.V.
    01.10.2026, 11 Uhr

Fachveranstaltungen mit interessanten Themen

Fachveranstaltung 2025

Teilhabe­chancen und Hindernisse in Übergangs­strukturen für junge Erwachsene in heraus­fordernden Lebenslagen

Arubis war der Veranstaltungsort, an dem den Teilnehmenden ein dynamischer und spannender Austausch geboten wurde. Etwa 100 Interessierte aus dem Bereichen  Jugendhilfe, Arbeitsmarktintegration, Jugendberufsagenturen, Betrieben und Behörden folgten unserer Einladung.

Fachveranstaltung 2023

Niemand soll verloren gehen!?

Integration und Begleitung von jungen Erwachsenen in schwierigen Lebenslagen in Ausbildung, Arbeit, Qualifizierung

Im Ausbildungszentrum-Bau in Hamburg GmbH gingen wir auf der Fachveranstaltung den Fragen nach, welche Unterstützung benachteiligte junge Erwachsene zur Ausbildungsaufnahme vor, während und nach der Ausbildung benötigen und welche Unterstützung die Betriebe brauchen, um benachteiligte junge Erwachsene auszubilden.

Fachveranstaltung 2022

Zwei Termine, zwei Themen

Verdeckte Wohnungslosigkeit junger Erwachsener in Hamburg / Kein Anschluss trotz Abschluss?! Benachteiligte Jugendliche am Übergang in Ausbildung

Im April 2022 fand die erste Veranstaltung zum Thema Verdeckte Wohnungslosigkeit von jungen Erwachsenen in Hamburg statt. Auf dieser Veranstaltung präsentierte David Kachel, Mitarbeiter bei Streetlife e.V. (einem JAP-Träger) sowie Mitglied des Arbeitskreises Wohnraum Ergebnisse seiner an der HAW erstellten Masterarbeit. An dem Gespräch nahmen rund 25 Teilnehmer*innen aus dem Trägerkreis, Behörden, Jugendberufsagenturen und Jugendämtern teil.

Die zweite Online-Veranstaltung im September 2022 befasste sich mit dem Thema Kein Anschluss trotz Abschluss?! Benachteiligte Jugendliche am Übergang in Ausbildung. Dr. Dieter Dohmen vom Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) stellte die Ergebnisse der Studie vor. Im Anschluss war Zeit für Fragen und Diskussion. Der Vorstellung der Studie und anschließenden Diskussion folgten knapp 50 Teilnehmer*innen.

Jubiläumsveranstaltung 2021

10 Jahre – Jubiläum

2011 erfolgte die erste Ausschreibung im Rahmen des ESF-Wettbewerbsverfahrens für ein Projekt zur sozialen und beruflichen Integration von jungen Erwachsenen. Gemeinsam mit drei Trägern auf den Elbinseln gingen wir an den Start – „Jugend Aktiv“ war geboren. Im Laufe der Förderphasen kamen weitere Träger, Bezirke, Angebote und Erweiterungen des Projekttitels hinzu.

Fachveranstaltung 2020

ArMUT & Orientierung

Armut im jungen Erwachsenenalter – Ursachen und Wirkungen sowie Anforderungen an die Beratungspraxis

Der Weg in das Erwachsenwerden birgt diverse Herausforderungen. Die Los­lösung vom Elternhaus, Ausbildungssuche, Arbeits­aufnahme und Partnerschaften sind nicht immer einfach zu bewältigen.

Für junge Menschen, die von Armut betroffen sind oder waren, stellt diese Übergangsphase jedoch eine viel höhere Herausforderung dar: Forschungen wei­sen darauf hin, dass Armut im Kindesalter auch zu Ein­schränkungen bei der Be­wältigung der anstehenden Entwicklungsaufgaben führen kann. Verzögerte und erschwerte Ausbil­dungsabschlüsse, gesundheitliche Probleme, schlechtere soziale und gesundheitliche Lebens­situation können die Folge sein.

Fachveranstaltung 2018

Läuft?!

Teilhabe junger Erwachsener in prekären Lebenslagen

Am 05.12.2018 stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe junger Erwachsener in schwierigen Lebenslagen durch niedrigschwellige und sozialräumliche Unterstützung verbessern lässt. Die Integration dieser Zielgruppe stellt weiterhin eine große Herausforderung dar. Im Rahmen der Tagung diskutierten die Teilnehmenden Anforderungen und Lösungsansätze für eine wirksame Unterstützung.

Dr. Andreas Oehme (Universität Hildesheim) erläuterte in seinem Fachvortrag die Prinzipien niedrigschwelliger Angebote. Dazu gehören eine akzeptierende und wertschätzende Haltung gegenüber jungen Erwachsenen sowie transparente und barrierefreie Zugangswege. Übergänge in den Beruf verlaufen heute häufig nicht mehr linear, sondern sind von wiederholten Suchbewegungen geprägt. Diese sogenannten „Jojo-Übergänge“ umfassen beispielsweise Ausbildungsabbrüche oder den Aus- und Wiedereinzug ins Elternhaus.

Ein filmischer Beitrag und Fallbeispiele aus dem Projekt „Jugend Aktiv Plus“ veranschaulichten die Ansätze und zeigten, welche Erfolge mit niedrigschwelligen und sozialräumlichen Unterstützungsangeboten erzielt werden können.

Fachveranstaltung 2017

„Zur Zeit (nicht) erreichbar?!“

Soziale und berufliche Integration junger Erwachsener

Am 14.09.2017 stand die Frage im Mittelpunkt, wie junge Erwachsene besser erreicht und auf dem Weg in ein eigenständiges Leben unterstützt werden können. In Hamburg arbeiten Jugendhilfe, Jugendberufshilfe und Jugendberufsagentur im Übergangssystem eng zusammen, um möglichst viele junge Menschen zu erreichen und ihre soziale sowie berufliche Integration zu fördern.

Die Fachtagung in Wilhelmsburg griff dieses Thema auf. Senatorin Dr. Melanie Leonhard eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit für den Übergang von der Schule in Ausbildung und Arbeit. Zoltán Kazatsay, stellvertretender Generaldirektor der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration der Europäischen Kommission, stellte die europäische Perspektive dar.

Im Fokus standen die Handlungsansätze des ESF-Projekts „Jugend Aktiv Plus“. Vorgestellt wurden Arbeitsweisen, erzielte Ergebnisse sowie die Evaluation durch die Firma Ramboll. In Fachforen diskutierten die Teilnehmenden die Ansätze der Jugendsozialarbeit sowie die Aufgaben und Kooperationen der beteiligten Akteure im Übergangssystem.

Eine begleitende Messe informierte über Angebote der Jugendberufshilfe und der Jobcenter sowie über Unterstützungsangebote zum Erhalt von Wohnraum für unter 25-Jährige.

Fachveranstaltung 2015

„Entkoppelt vom System“

Ergebnisse einer Studie des Deutschen Jugendinstitutes (DJI)

Am 07.10.2015 fand in der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung eine Fachveranstaltung zur Studie „Entkoppelt vom System“ des Deutschen Jugendinstituts (DJI) statt. Die Studie untersucht, warum tausende Jugendliche nicht nur aus Schule und Ausbildung, sondern auch aus staatlichen Hilfesystemen herausfallen. Rund 21.000 junge Menschen in Deutschland besuchen keine Schule, absolvieren keine Ausbildung, haben häufig keinen festen Wohnsitz und erhalten keine Unterstützung.

Tatjana Mögling (DJI), Mitautorin der Studie, stellte die zentralen Ergebnisse vor. Gemeinsam mit Fachkräften aus Jugendhilfe und Arbeitsmarktintegration diskutierten die Teilnehmenden, wie Hamburg diese jungen Menschen erreicht, integriert und ihnen Wege in Qualifizierung, Ausbildung und Arbeit eröffnet.

Fachveranstaltung 2014

IT WORKS!

Junge Erwachsene aktivieren

Am 29.10.2014 stand die Aktivierung junger Erwachsener mit komplexen Problemlagen im Mittelpunkt. Die berufliche und soziale Integration dieser Zielgruppe stellt weiterhin eine große Herausforderung dar. Mit der Jugendberufsagentur hat Hamburg eine Struktur geschaffen, in der alle Akteure im Übergangssystem gemeinsam Verantwortung übernehmen. Der Jugendhilfe kommt dabei eine zentrale Rolle zu: Sie unterstützt junge Erwachsene dabei, ihre Fähigkeiten zu erkennen und für ein selbstständiges Leben zu nutzen.

Die Veranstaltung machte die Leistungsfähigkeit der Jugendhilfe sichtbar und eröffnete durch Beiträge aus Praxis und Wissenschaft neue Perspektiven. Staatsrat Jan Pörksen stellte die Ziele Hamburgs für die Jugendhilfe und den Übergang von der Schule in den Beruf im Kontext der Jugendberufsagentur vor. Prof. Dr. Ruth Enggruber zeigte das Potenzial von Empowerment und Inklusion für die Arbeit und Kommunikation mit jungen Erwachsenen auf. In einer Fragerunde präsentierten die Beteiligten das Projekt „Jugend Aktiv Plus“ und diskutierten die Umsetzung im Arbeitsalltag. Prof. Dr. Thomas Gericke erläuterte anschließend die Bedeutung praktischer Arbeit und die veränderte Rolle der Jugendhilfe im Integrationsprozess.

Fachveranstaltung 2012

Jugend Aktiv

im Kontext von Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung

Am 26. September 2012 fand im Berufsbildungswerk Hamburg (bbw) eine Fachveranstaltung des Projekts Jugend Aktiv statt. Grundlage waren die Erfahrungen des 2011 gestarteten Projekts, das die soziale und berufliche Integration von unter 25-Jährigen in schwierigen Lebenslagen fördert. Im Fokus standen offene Fragen zur Zusammenarbeit mit den neu eingerichteten Jugendberufsagenturen in Hamburg-Mitte und Harburg sowie deren geplanter Ausbau in allen Bezirken.

Die Teilnehmenden diskutierten, wie sich Fachwissen und Praxiserfahrungen der Jugendhilfe stärker in berufliche Planungsprozesse einbinden lassen. Herr Prof. Dr. Christe vom Institut Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe  (IAJ Oldenburg) betonte, dass insbesondere benachteiligte Jugendliche im komplexen Hilfesystem nicht den Anschluss verlieren dürfen. Gerade in Übergangsphasen benötigen sie abgestimmte Unterstützung. Die Jugendberufsagenturen bieten hierfür einen organisatorischen Rahmen. Gleichzeitig erfordert es gemeinsame Anstrengungen, Beratung, Vermittlung und Förderung so zu verzahnen, dass ein ganzheitliches Angebot entsteht.

Die Zusammenarbeit mit den Jugendberufsagenturen soll weiter vertieft werden. Erfahrungen zeigen, dass insbesondere praxisnahe Jobangebote und Schulprojekte wirksam sind, wenn sie mit Beratung und Coaching kombiniert werden. Diese Ansätze wurden ab 2014 im Rahmen von „Jugend Aktiv Plus“ umgesetzt.

Träger von Jugend Aktiv Plus

Die Beratungsstellen sind vor Ort in den problembelasteten Sozialräumen gut erreichbar und freiwillig nutzbar. Durch enge Vernetzung – besonders mit der Jugendhilfe und den bezirklichen Jugendberufsagenturen – erreichen wir die Zielgruppe direkt. Viele der Teilnehmenden kommen inzwischen über Empfehlungen aus ihrem Umfeld: An manchen Standorten fast jede zweite Person.

Seit 2014 ergänzen Qualifizierungs- und Jobangebote das Angebot von Jugend Aktiv Plus. Projektteilnehmer:innen sammeln praktische Erfahrungen in Praktika – in trägereigenen Betrieben, in Werkstätten oder in externen Unternehmen. Sie erwerben Schlüsselqualifikationen und werden eng begleitet. Alternativ bereiten sie sich in kleinen Lerngruppen gezielt auf Prüfungen oder den Berufsschulunterricht vor.

Gestartet ist Jugend Aktiv Plus 2011 in fünf Hamburger Bezirken.

Seit 2014 ist das Projekt in allen sieben Hamburger Bezirken aktiv. Heute arbeiten elf Träger der Jugendhilfe an dreizehn Standorten im Rahmen des Projektes zusammen. Zusätzliche Sprechstunden bieten die beteiligten Träger in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit an. Die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung steuert das Gesamtprojekt.

Das Praktikum war mein Ding. Es war sehr anstrengend, aber da saß ich nicht zu Hause, sondern ich hatte etwas zu tun, ich hatte Verantwortung, und das war so gut.

Gangway e.V.

Internationaler Bund e.V.

Jugendsozialarbeit Schanzenviertel e.V. – JobKontor

jhj Hamburg e.V.

Streetlife – Verein für Straßensozialarbeit in Hamburg e.V.

Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost

Werkhaus Münzviertel

IN VIA Hamburg e.V.

Aktionsgruppe Kinder- und Jugendhilfe Kaltenbergen e.V.

Nordlicht e.V.

Berufsbildungswerk Hamburg gGmbH (BBW)

Fragen? Nachfragen kannst du gerne bei

040 / 39 99 36 81

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