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ArMUT & Orientierung

Fachveranstaltung

Unsere Fachveranstaltung am 09.10.2020 widmete sich dem Thema Armut im jungen Erwachsenenalter aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die 93 Zuschauer*innen aus verschiedenen Arbeitsbereichen wurden durch Umfragen und die Möglichkeit, Fragen zu den Hauptvorträgen zu stellen, über die ganze Veranstaltung hinweg eingebunden.

Umfrage Teilnehmende am Live-Stream

Arbeitsbereiche der Teilnehmenden am Live Stream

]Was verbinden Sie mit dem Begriff Armut

Umfrage: Was verbinden Sie mit dem Begriff Armut?

Einführend stellten die Projektleiterinnen von Jugend Aktiv Plus -Sieglinde Ritz und Katrin Triebl, Lawaetz-Stiftung, einige Erfolgen des Projektes dar: „Über die gute Vernetzung und den inzwischen sehr hohen Bekanntheitsgrad des Projekts „Jugend Aktiv Plus“ erreichen wir viele junge Menschen, die sonst durch das „Raster“ bzw. die „Regelsysteme“ fallen würden. So waren in der derzeitigen Projektlaufzeit seit 2017 bereits knapp 1.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Einzel-Coaching. Weitere 3.800 Teilnehmende konnten wir in einem kürzeren Beratungssetting ebenfalls in den unterschiedlichsten sozialen und beruflichen Fragen unterstützen.“

Sieglinde Ritz, Lawaetz-Stiftung

Sieglinde Ritz, Lawaetz-Stiftung

Katrin Triebl, Lawaetz-Stiftung

Katrin Triebl, Lawaetz-Stiftung

Sebastian Link, Universität Hamburg, Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – Fachbereich Soziologie, erläuterte in seinem Vortrag die Ursachen und Auswirkungen von Armut. Insbesondere junge Menschen, die zu den sog. NEETS (not in education, employment or training) gehören, sind mit über 30% sehr stark von Armut bedroht. Im Bundesdurchschnitt liegt die Armutsgefährdungsquote bei den 18 – 25-Jährigen bei 15%; in Hamburg liegt diese Quote sogar bei 30%! Die Folgen von Armut im jungen Erwachsenenalter können sehr vielfältig ausgeprägt sein: Dazu gehören u.a. geringere Bildungserfolge, schlechtere Arbeitsmarktplatzierung, geringere Lebenszufriedenheit und gesundheitliche Folgen aufgrund der hohen psychosozialen Belastungen. Insgesamt nimmt die Armutsgefährdung junger Erwachsener zu.

Sebastian Link, Uni Hamburg

Sebastian Link, Universität Hamburg

Weitere Infos entnehmen Sie bitte der Präsentation und dem Videomitschnitt des Vortrages.

Prof. Dr. Harald Ansen, HAW Hamburg, Fakultät Wirtschaft und Soziales, Department Soziale Arbeit, erläuterte in seinem Vortrag die Herausforderungen sowie Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Beratung in der Praxis. Er betonte, dass bei von Armut geprägten Beratungen der Ansatz der Lebenswelt- und Ressourcenorientierung sowie das Empowerment eine große Rolle spielen. Wichtig seien für diese Zielgruppen zum einen die Niedrigschwelligkeit sowie zum anderen Zeit für Veränderungsprozesse.

Weitere Infos entnehmen Sie bitte der Präsentation und dem Videomitschnitt des Vortrages.

Prof. Dr. H. Ansen, HAW Hamburg

Prof. Dr. Harald Ansen, HAW Hamburg

In den Interviews mit JAP-Mitarbeitenden erläuterten diese ihre Erfahrungen mit Teilnehmenden im Beratungsalltag von JAP. Das Umfeld der Teilnehmenden ist oft wenig unterstützend, vieles im Bereich der Freizeit ist für die von Armut geprägten jungen Menschen nicht oder nur schwer möglich, aber auch bei Praktika fehlt es teilweise an Mitteln, um z. B. passende Arbeitskleidung zu beschaffen. Die Corona-Pandemie erschwert den Zugang zu Ämtern und Ausbildungs- und Arbeitsplätzen zusätzlich. Das Projekt Jugend Aktiv Plus ist hier mit der niedrigschwelligen und individuellen Unterstützung für viele Teilnehmende ein wichtiger Anlaufpunkt.

JAP Trägervertreter*innen

JAP-Trägervertreter*innen: Claudia Jürs, Philipp Ahlemeyer, Shary von Pless
und Anita Hüseman, Moderation

Holger Stuhlmann, Sozialbehörde, Amtsleitung des Amtes für Familie, eröffnete die Tagung mit einem Grußwort und hob die Bedeutung und die langjährige Arbeit des Projektes Jugend Aktiv Plus hervor.
Burkhard Strunk, Sozialbehörde, Referatsleitung im Amt für Arbeit und Integration, nahm Stellung zum deutlich verminderten Finanzrahmen des Europäischen Sozialfonds in der kommenden Förderperiode ab 2021 und erläuterte die Schwerpunkte des zukünftigen ESF-Programms.

Holger Stuhlmann, Sozialbehörde
Holger Stu
hlmann, Sozialbehörde, Amtsleitung des Amtes für Familie

Burkhard Strunk und Anita Hüseman
Burkhard Strunk und Anita Hüseman (Moderation)
Sozialbehörde, Referatsleitung Amt für Arbeit und Integration

63% der Zuschauer*innen, die an der Feedback-Abfrage teilnahmen, bewerteten die Veranstaltung mit der maximalen Zahl von 5 Sternen, 27% mit 4 Sternen! In den zusätzlichen Kommentaren erhielten wir darüber hinaus sehr positive Rückmeldung zur Veranstaltung.

Vielen Dank an alle Beteiligten, dazu gehören

  • die Vorbereitungsgruppe zur Veranstaltung,
  • unser interner und externer technischer Support, und vor allem
  • unsere Zuschauerinnen und Zuschauer und ihr positives Feedback!

Ihr JAP-Team der Lawaetz-Stiftung

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Einblicke in das Making-of im Lawaetzhaus:

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